Kindheit und Vorfahren von Julius Echter

Julius Echter wurde am 18.3.1545 in Mespelbrunn im Spessart geboren. Sein Vater war Peter III. Echter, seine Mutter Gertraud geb. Gräfin von Adolzheim.

Die Echter stammten ursprünglich aus dem Odenwald. Der Name bedeutet vermutlich "die Acht vollstreckend". Seit dem 12. Jahrhundert lebten sie im Spessart. Sie hatten dort von Mainzer Erzbischof im Jahre 1412 eine Hofstätte namens Espelborn geschenkt bekommen, woraus später Mespelbrunn wurde. Mespelbrunn liegt in der Nähe des Dorfes Heimbuchental in einem Seitental des Elsava-Tals.

Viele der Echter am Anfang des 16. Jh. waren höhere Beamte in kurmainzischen Diensten. Es verwundert daher nicht, daß die Echter schon zu dieser Zeit sehr wohlhabend waren.

Julius Vater, Peter Echter, wurde 1520 geboren und sollte scheinbar einen geistlichen Beruf ergreifen. Er studierte in Italien und Frankreich. 1542 heiratete er dann aber seine damals 17jährige Frau. Er stand als Rat im Dienst der Kurfürsten in Mainz. Er starb 1576.

Peter und Gertraud Echter hatten neun Kinder - eine Tochter starb aber schon als Kind. Diese acht hießen Adolf (geb. 20.4.1543), Julius (geb. 18.3.145), Sebastian (geb. 8.3.1546), Margareta (geb. 4.2.1549), Valentin (geb. 21.5.1550), Dietrich (geb. 23.1.1554), Magdalene, Kordula.

Über die Kindheit Julius kann man nur wenig sagen. Seine Eltern waren tief gläubig, und zwar katholisch. Diesen Glauben haben sie scheints auch tief in allen ihren Kindern verwurzelt, wie man den Lebensläufen auch von Julius Geschwistern entnehmen kann. Julius lebte bei seinen Eltern und seinem Großonkel (väterlichseits) Philipp, der mit seiner Frau ebenfalls auf Mespelbrunn lebte. Vermutlich verbrachte er einen Teil seiner Kindheit auch in Stadtprozelten am Main, wo sein Vater arbeitete.

Unterricht erhielt er zu Hause vom Hauskaplan G. Amerbach, der auch Professor an der Hochschule in Ingolstadt war.

Schloß Mespelbrunn

Schloß Mespelbrunn.

Das Schloß Mespelbrunn ist auch heute noch gut erhalten und ein beliebtes Ausflugsziel im Spessart. Für die Anfahrt verläßt man die Autobahn A3 zwischen Aschaffenburg und Würzburg an der Ausfahrt Weibersbrunn und folgt den Schildern Richtung Mespelbrunn. Das Dorf Mespelbrunn zieht sich kilometerweit an der Straße entlang, bevor ein Schild den Weg nach links zum Schloß weist. In der Umgebung des Schlosses befindet sich ein großer und gebührenpflichtiger Parkplatz und diverse Restaurants.

by Michael Becker, 11/1998. Letzte Änderung: 12/1998.