Calypogeia muelleriana

Calypogeia muelleriana (Schiffn.) K.Muell., ein beblättertes Lebermoos, an einem Bachrand in der Nähe der Tomburg bei Rheinbach. Die einzelnen Stämmchen sind ca. 3-4mm breit und 2 oder 3cm lang.

Einführung in die Moose (Bryophyta)

Im Vergleich zu den anderen Pflanzengruppen werden Moose selbst von Botanikern häufig etwas stiefmütterlich behandelt. Dies liegt vermutlich daran, daß eigentlich kein Moos wirkliche wirtschaftliche Bedeutung hat (abgesehen von den Torfmoosen).

Botanisch gesehen faßt man die Moose in einer Abteilung namens Bryophyta zusammen. Entwicklunggeschichtlich handelt es sich allerdings vermutlich um drei unabhängige Gruppen, welchen man meist den Status von Klassen gibt: Hornmoose, Lebermoose und Laubmoose. Es gibt hier auch einen kurzen Überblick über die Entwicklungsgeschichte der Pflanzenreiches.

Moose sind zwar schon echte Landpflanzen, der Übergang zum Landleben ist bei ihnen aber noch recht unvollkommen (verglichen mit Farnen und Samenpflanzen). Deshalb wachsen Moose besonders zahlreich an feuchten Orten. Es gibt allerdings auch Arten, die extreme Trockenheit vertragen. Mehr darüber erfährt man in der Datei über die Ökologie.

Genauso verschieden wie die Lebensräume der Moose ist ihr Aufbau. Es gibt thallöse Moose, d.h. Moose, die nicht in Stengel und Blätter gegliedert sind, sondern die aus einer Art grünem Lappen, dem Thallus bestehen. Dieser kann ausgesprochen primitiv sein, aber auch hochkompliziert aufgebaut sein. Die meisten Moose allerdings sind folios, d.h. beblättert, wenn auch die Ausdifferenzierung der Gewebe bei weitem nicht dieselbe Komplexität wie bei den Farnartigen und den Samenpflanzen erreicht.

Bisher habe ich noch gar nicht gesagt, was die Moose eigentlich von den anderen Landpflanzen unterscheidet. Dieses ist ihr Fortpflanzungszyklus.

by Michael Becker, 6/2000. Letzte Änderung: 3/2001.