Phaeoceros laevis

Vermutlich Phaeoceros laevis L.(Prosk.), welche ich auf Madeira aufgenommen habe. Die Sporophyten sind als aufrechte Säulchen zu erkennen. Sie sind ca. 2cm hoch. Die Pflanze wuchs auf einer Erdböschung, die durch den Bau einer Straße entstanden war.

Hornmoose (Anthocerotae)

Hierbei handelt es sich um eine kleine und isolierte Gruppe von Moosen mit weltweit 6-8 Gattungen und vielleicht 100-300 Arten. In Deutschland gibt es drei Arten. Die Moose dieser Klasse weisen einige Merkmale auf, die an Grünalgen erinnern. Häufig leben sie in Symbiose mit Cyanobakterien (Gattung Nostoc).

Der Gametophyt hat keine Blätter, sondern ist thallös, rundlich bis unregelmäßig lappenförmig und hornartig steif. Auf dem Bild ist er etwas undeutlich am Boden zu erkennen. Der Thallus ist recht einfach gebaut und mit Rhizoiden am Boden befestigt. Auf der Thallusunterseite befinden sich Spaltöffnungen. Die Thalluszellen enthalten je nur einen großen Chloroplasten.

Die Archegonien und Antheridien sind in die Oberseite des Thallus eingesenkt.

Anthoceros (Skizze)

Skizze eines typischen Hornmooses. ( Anthoceros laevis)

Der Sporophyt ist meist langgestreckt. Er öffnet sich, wenn die (auf dem Bild schwarzbraunen) Sporen reif sind, mit Längsschlitzen und spaltet sich ganz in zwei Spitzen auf, so daß ein Gebilde mit zwei Hörnern entsteht. Daher der Name. In der Mitte zwischen den beiden Hörnern bleibt eine aus wenigen Zellschichten bestehende Columella stehen.

Fossile Zeugnisse dieser Klasse fehlen völlig.

Eine nicht selten vorkommende einheimische Art ist Anthoceros laevis, welche auf kalkarmen Stoppeläckern und auf Erde vorkommt.

by Michael Becker, 6/2000. Letzte Änderung: 6/2000.