Fleisch, Innereien etc.

Speckpfannkuchen, Münsterländer Art

Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 20min

   8          Eier
 500 ml       Milch
              Salz
 300 g        Mehl
  16 Scheiben durchwachsener Speck, geräuchert
              Butter

Zunächst einen Pfannkuchenteig machen.
Etwas Butter in einer großen Pfanne erhitzen und pro Pfannkuchen 2 Scheiben des Specks darin auf beiden Seiten anbraten. Eine große Kelle Teig in die Pfanne geben und gleichmäßig durch Schwenken der Pfanne verteilen.
Wenn die untere Seite des Pfannkuchens goldgelb ist, wird der Pfannkuchen gewendet und die zweite Seite wird gebacken.
Macht man unangekündigtem Besuch einen solche Pfannkuchen, so sind laut Überlieferung fehlende Speckaugen ein Zeichen dafür, daß man vom Besuch unangenehm überrascht ist, 6 Speckaugen oder mehr sind dagegen ein Zeichen dafür, daß einem der Besucher sympathisch ist.

Quelle: usenet

Bem.: Auch ein Klassiker der deutschen Küche. Leider ist es einigermaßen schwer, den Speckpfannkuchen so hinzukriegen, daß er nicht nur gut schmecken, sondern auch so schön aussieht.

Hühnerbrüste mit Feta und frischer Minze

Für 4 Portionen

   2        große knochenlose Hühnerbrüste (4 Hälften)
  30 g      Feta - in dünnen Scheiben
   1 Tasse  frische Minzeblätter - gewaschen
   1 EL     Zitronensaft
   2 EL     Olivenöl
            Salz
            schwarzer Pfeffer
            Zahnstocher zum Zustecken

Hühnchen waschen und trockentupfen. Fett wegschneiden. Jede Brust in zwei Hälften teilen. Eine der Hälften auf den Rand eines Schneidbretts legen, eine horizontale Tasche hineinschneiden. Darauf achten, daß man die Ober-, Unter- oder Hinterseite nicht beschädigt. Dies mit den anderen Brusthälften ebenfalls machen.
Je 2-3 Scheiben Feta und 6-8 Minzeblättchen in jede Tasche geben. Die Taschen mit leicht geölten Zahnstochern zustecken. In eine Glas- oder Keramikbackform geben.
Die restliche Minze fein hacken und zusammen mit dem Zitronensaft, Olivenöl und Salz und Pfeffer über das Fleisch streuen. 20min marinieren lassen. Während dieser Zeit ein oder zweimal umdrehen.
Grill auf große Hitze vorheizen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Gar grillen (von jeder Seite 2-3min). Zahnstocher entfernen und sofort servieren.

Quelle: usenet (rec.food.recipes)

Bem.: Mal etwas eher ungewöhnliches. Die Hühnerbrüste ließen sich bei mir aber nie so sauber aufschneiden, wie im Rezept beschrieben. Man kann ruhig so viel reinstopfen, wie man reinbekommt.

Hühnerleber in Chilisoße, mit Kokos (malaysisch)

Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 30min

 200 g       frische Kokosnuß
 1/8 l       Milch
   1         Zwiebel
   2 Zehen   Knoblauch
   1 TL      Shrimp-Paste
   8         getrocknete Chilischoten
   4         Macadamia Nüsse oder Cashew Nüsse
  50 g       Hühnerleber
   3 EL      Öl
   1 TL      Salz
   1 TL      Zucker
   1 Stengel Zitronengras, oder
   1 TL      abgeriebene Zitronenschale

Das Kokosnußfleisch reiben. Die Milch zum kochen bringen. Die Kokosraspel hinzufügen. Den Topf vom Herd nehmen und die Kokosraspel 30min ziehen lassen, dann in einem Tuch ausdrücken. Die Kokosmilch aufbewahren.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und hacken und mit der Shrimppaste und den Chilischoten und den Nüssen in Mixer pürieren. Die Hühnerleber kalt abbrausen und trockentupfen. Das Öl im Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Die Gewürzpaste unter Rühren 2min darin braten. Die Hühnerleber zufügen und bei starker Hitze 2min anbraten. Das Salz, den Zucker, das Zitronengras oder die Zitronenschale zufügen, mit 1/2 Tasse Wasser aufgießen und 3-4min köcheln lassen. Die Kokosmilch zugießen und die Flüssigkeit bei milder Hitze etwas einkochen lassen.
Dazu gibt es natürlich Reis.

Quelle: Spezialitäten der Welt. Gräfe&Unzer. ISBN3-7742-5211-4

Bem.: Die Leber nimmt so viele Gewürze auf, daß man hier mit den Chilis mal etwas verschwenderischer als sonst umgehen darf. Der Kokosgeschmack ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.
An sich ist das Rezept nichts besonderes, aber ich mache es trotzdem manchmal, da Hühnerleber recht billig ist, und ich die anderen Sachen meistens sowieso zu Hause haben (mit Ausnahme der Nüsse, die ich aber sowieso weglasse).

Pirogge

Für 4 Portionen

 375 g      Mehl
  30 g      frische Hefe
   1 Prise  Zucker
 150 ml     lauwarmes Wasser
 100 ml     neutrales Öl
   2 Msp.   Salz
	
   2        Zwiebeln
   1 Zehe   Knoblauch
 500 g      gemischtes Hackfleisch
  30 g      Kapern (Glas)
 300 g      Mais
  50 g      Paprikamark
   2        Eier
            Salz
            Pfeffer
			
            Mehl zum Bearbeiten
   1        Eigelb

Den Hefeteig zubereiten. Ruhen lassen, bis er das doppelte Volumen erreicht hat.
Zwiebeln pellen und fein würfeln. Knoblauch durch die Presse drücken. Das Hackfleisch mit Zwiebeln, Knoblauch, abgetropften Kapern, Mais, Paprikamark und Eiern verkneten, mit Salz und Pfeffer würzen.
Hefeteig halbieren. Eine Hälfte auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einer runden Platte (28cm Durchmesser) aufrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Den Rand glattschneiden.
Das Hack kuppelförmig darauflegen, einen 4cm breiten Rand lassen. Den Rand mit Wasser bestreichen.
Zweite Teigplatte ausrollen, über das Hack legen, andrücken, den überstehenden Rand abschneiden. Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen. Den Rand in 2cm-Abständen einschneiden und nach links umklappen.
Das Eigelb mit 1EL Wasser verquirlen. Den Teig damit bestreichen. Die Pirogge im vorgeheizten Ofen bei 200°C (Umluft 200°C, Gas 3) 40-45min auf der untersten Einschubleiste backen.

Quelle: Das Backbuch; Naumann und Göbel; ISBN3-625-10887-9

Bem.: Statt dem Paprikamark haben wir eine fein geschnittene Paprika dazugegeben. Außerdem haben wir noch eine Menge Paprikapulver und Tabasco dazugegeben, und das hat ganz gut gepaßt.

by Michael Becker, 4/1999. Letzte Änderung: 8/2000.