Suppen und Eintöpfe

Fridattensuppe

   1   Ei
       Mehl
       Milch
       Salz
   1 l Fleischbrühe
       Oel

Aus dem Ei, dem Mehl, der Milch und ein wenig Salz Pfannkuchen machen, kalt werden lassen (oder auch nicht). Die Brühe aufkochen, ev. noch nachwürzen, oder vorher im Topf Zwiebeln anbraten.
Die Pfannkuchen in 1cm breite oder schmälere Streifen schneiden. Dies sind die Fridatten. Die Fridatten in einem separaten Teller servieren. Jeder nimmt sich selbst. Brühe darübergießen. Sofern vorhanden, frischen Schnittlauch auf die Suppe streuen.
Fridatten schmecken noch besser, wenn sie am Vortag zubereitet wurden und im Kühlschrank unter einer Klarsichtfolie aufbewahrt wurden.

Quelle : Familienüberlieferung. Daher auch die mageren Zutatenangaben.

Bem.: Eine im süddeutsch/österreichischen Raum sehr verbreitete Suppe. Mir schmeckt sie immer recht gut. Für eine Suppe bedeutet es aber einigen Aufwand, vorher Pfannkuchen zu backen.

Grießnockerlsuppe

Für 4 Portionen

   2    Eier
        Grieß
   1 l  kräftige Gemüsebrühe
        Salz
        Muskatnuß
        Schnittlauch oder Liebstöckel

In einem tiefen Teller mit einer Gabel die Eier verrühren. Soviel Grieß zugeben, daß ein Teig ungefähr von der Konsistenz eines Rührteigs entsteht. Diesen mit Salz und Muskatnuß würzen. 30min quellen lassen.
In einem Topf die Brühe aufkochen. Ev. mit etwas Butter oder einer Prise Pfeffer verfeinern. Einen Löffel in die sprudelnd kochende Brühe halten. Dann mit dem Löffel ein Nockerl aus dem Teller abstechen und in den Topf halten. Das Nockerl sollte im kochenden Wasser abfallen. Wenn nicht, ein wenig schütteln. Auf diese Weise den ganzen Teig verarbeiten. Die Suppe noch 15min kochen lassen, bis die Nockerl gar sind. Die Suppe schmeckt so noch ein wenig langweilig. Deshalb unbedingt mit Schnittlauch oder Liebstöckel bestreut servieren.

Quelle: Familienüberlieferung.

Bem.: Die richtige Konsistenz des Grießteigs zu treffen, ist ein wenig heiklig. Macht man den Teig zu fest, werden die Nockerl nachher hart und werden auch durch längeres Kochen nicht mehr wich. Umgekehrt zerfallen die Nockerl, wenn man in den Teig zu wenig Grieß tut.

Sauer-Scharfe-Suppe (Suan-La Tang, chinesisch)

Für 6 Portionen

 250 g     Schweinefleisch
  75 g     Langkornreis
 1,5 l     Hühnerbrühe
   4       Mu-Err-Pilze
   1       Bambussprosse (Dose)
   1 TL    Ingwer - gerieben
   1 EL    Speisestärke
   1       Ei
   1 EL    Essig
   1 Msp.  schwarzer Pfeffer
   1 Msp.  Cayennepfeffer
   2 TL    Sesamöl
   2       Frühlingszwiebeln

Das Schweinefleisch in kochendem, leicht gesalzenem Wasser ca. 30min garen. Den Reis in 3/8l Salzwasser körnig kochen. Die Hühnerbrühe entfetten und in einem Topf zum kochen bringen. Die Pilze in warmem Wasser einweichen und mit den Bambussprossen hacken. Das Schweinefleisch aus der Kochbrühe nehmen und feinhacken. Die Pilze mit den Bambussprossen, dem Fleisch, dem Reis und dem Ingwer in die kochende Hühnerbrühe geben. Die Hitze reduzieren. Die Speisestärke mit wenig kaltem Wasser anrühren. Die leicht kochende Brühe damit binden; unter Rühren kochen lassen, bis die Suppe wieder klar wird. Das Ei verquirlen und in die Suppe gießen. Den Topf vom Herd nehmen. Die Suppe mit Essig, Pfeffer und Cayennepfeffer würzen; das Öl zufügen. Die Frühlingszwiebeln hacken und zuletzt unter die Suppe mischen.

Quelle: Spezialitäten der Welt, köstlich wie noch nie; Gräfe und Unzer; München 1982, ISBN 3-7742-5211-4.

Bem.: Ein Klassiker der chinesischen Küche. Die Zutatenliste läßt sich fast in beliebiger Weise abwandeln. Gemein haben alle Rezepte, die ich gesehen haben, daß Essig und Chilis (hier Chilipulver=Cayennepfeffer) hineinkommen, und die Suppe mit ein wenig Stärke leicht gebunden wird. Jedenfalls sollte sie tatsächlich sauer und scharf schmecken.

Avocado-Hühner-Suppe

Für 4 Portionen

 450 ml        Hühnerbrühe
 225 g         Hähnchenbrust (in Streifen geschnitten)
   2           rote Chilies (z.B. Cayenne)
 1-5 Zehen     Knoblauch
   3 EL        Wasser
 1/2 TL        Salz
   1           Avocado
               frischer Koriander

Die Brühe in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren, Hähnchenbruststreifen dazugeben und 3-5min köcheln, bis sie gar sind. Die zerkleinerten Chilies, Knoblauch und Wasser in einem Mörser zerreiben. Durch ein Sieb drücken und das Gesiebte in die Brühe geben. Umrühren und einige Minuten köcheln. Nach Belieben salzen.

Die Avocado schälen und in Streifen schneiden. Die Streifen behutsam trennen und dann in die Suppe geben. Sie sinken zuerst. Wenn sie an die Oberfläche steigen, ist die Suppe fertig. Mit Koriander garnieren und in einer vorgewärmten Terrine servieren.

Quelle: Chili Kochbuch, Bassermann Verlag, 2000. ISBN-3-8094-0885-9.

Bem.: Das Zerreiben im Mörser habe ich mir gespart. Man kann die Sachen einfach möglichst klein schneiden und in die Suppe geben.

Kartoffel-Mangold-Topf

Für 4 Portionen
Zubereitungszeit: 20min

 250 g         Blattmangold
 250 g         Kartoffeln (mehlig kochend)
   1 Stange    Porree
   1 Zehe      Knoblauch
   1 TL        Butter
   1 gestr. TL Mehl
   1 l         Gemüsebrühe
               Salz
               Pfeffer
               Muskat
   4 TL        Sahne
               Majoran, frisch
               Käse, gerieben

Den Mangold verlesen, die groben Stiele entfernen. Den Mangold gründlich waschen und gut abtropfen lassen. Die Kartoffeln schälen und fein würfeln. Den Porree putzen und in feine Ringe schneiden. Den Knoblauch durchpressen.
Den Porree und den Knoblauch in der erhitzten Butter glasig dünsten. Den Mangold und die Kartoffeln zufügen und kurz mitdünsten. Das Mehl darüberstäuben. Mit heißer Brühe aufgießen und alles zugedeckt bei geringer Hitze ca. 20min köcheln lassen.
Etwa die Hälfte des Gerichts im Mixer pürieren, in den Topf zurückgeben und mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Sahne darunterrühren und den Eintopf mit abgezupften Majoranblättchen bestreuen. Mit geriebenem Käse und knusprigen Bauernbrot servieren.

Quelle: Aufläufe und Eintöpfe; Schloßverlag München 1993

Bem.: Ein Beweis dafür, daß man auch bei einfachen Sachen beliebigen Aufwand treiben kann - das Pürieren spare ich mir immer. Für einen vegetarischen Eintopf ist es auch so gut genug.

Gulasch mit Zucchini und Mais

Für 4 Portionen

 600 g   Schweinegulasch
   2 EL  Öl
   2     Zwiebeln
         Salz
         Pfeffer
 1/8 l   trockener Weißwein
   2     Zucchini
 425 ml  Gemüsemais (Dose)
         Thymian
 200 g   Schlagsahne
   1 EL  Speisestärke
   1 TL  Zitronensaft

Schweinefleisch waschen und trockentupfen. Öl in einem großen Topf erhitzen und das Fleisch darin portionsweise kräftig anbraten. Herausnehmen. Zwiebeln schälen, würfeln und im Bratfett andünsten. Fleisch wieder zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen. 3/4l Wasser und den Wein angießen und aufkochen lassen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 1h garen.
Zucchini putzen, waschen und halbieren und in Scheiben schneiden. Mais auf einem Sieb abtropfen lassen. Thymian waschen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen. Zucchini, Mais und Thymian 10min vor Ende der Garzeit zum Fleisch geben und mitgaren.
Sahne und Speisestärke mischen und unter Rühren in das Gulasch gießen. Nochmals aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Quelle: Maxi ?/??

Bem.: Habe ich noch nicht oft gemacht, habe ich aber in guter Erinnerung. Die Zutatenmengen lassen sich nach Geschmack abwandeln, ich nehme z.B. etwas weniger Fleisch.

mexikanischer Lamm-Mais-Peperoni-Topf

Für 4 Portionen

 500 g      Lammvoressen, mager
   2 El     Öl
  50 g      Speckwürfel
   1 EL     Paprikapulver
   1        Zwiebel - fein gehackt
            Salz
            Pfeffer
   1 Zweig  Thymian
   1        rote Peperoni
   1        grüne Peperoni
   1        gelbe Peperoni
   3        Maiskolben oder
   1 Dose   Maiskörner
   1 Zehe   Knoblauch - halbiert

Das Öl erhitzen und darin die Zwiebel und die Knoblauchzehe samt den Speckwürfeln gut durchdämpfen. Den Paprika dazurühren und darauf achten, daß er nicht anbrennt. Dann gibt man die Fleischstücke in die Pfanne und läßt sie gut anbräunen. Soviel Wasser dazugeben, bis das Fleisch bedeckt ist. Mit Salz, Pfeffer und Thymian abschmecken und 1h zugedeckt leise kochen lassen.
Die gerüsteten und in Stücke geschnittenen Peperoni zugeben, wieder zudecken und nochmals 10min schmoren lassen. 10min vor dem Essen die gekochten und halbierten Maiskolben (oder die abgetropften Maiskörner) dazugeben.
Dazu passen Salzkartoffeln oder Bauernbrot.

Quelle: Tele, Heft 36, 1994

Bem.: Habe ich nicht allzu oft gekocht, habe ich aber in guter Erinnerung. Ohne Kartoffeln oder Brot ist der Topf tatsächlich zu fleischig. Statt den Peperonis habe ich eine schärfere Chilisorte genommen und mit angebraten.

by Michael Becker, 4/1999. Letzte Änderung: 3/2002.