Wanderung von Erpel nach Bonn-Beuel übers Siebengebirge

Gesamtlänge: ca. 37km
Gehzeit: ca. 8-8,5 Stunden (ohne Pausen und bei gutem Tempo)
Schwierigkeit: technisch anspruchslos, aber durch die Länge nur für ausdauernde und schnelle Geher.

Kurzbeschreibung: Insgesamt eine lange Waldwanderung mit einigen Gipfeln. Zunächst geht es auf die Erpeler Ley, dann durch das einsame Kasbachtal auf den Leyberg. Dann weiter über die Löwenburg und die stark frequentierten Hauptwege des Siebengebirges nach Norden. Schließlich noch durch die im wesentlichen von Anwohnern besuchten Hügel des Bonner Hinterlandes.

Anfahrt: Dies ist keine Rundwanderung, sondern eine Streckenwanderung. Ich empfehle, das Auto in Bonn-Beuel in der Nähe des Bahnhofs abzustellen und mit der Bahn nach Erpel zu fahren. Das dauert eine knappe halbe Stunde.

Von Erpel auf die Erpeler Ley (ca. 20min)

Startpunkt der Wanderung ist der Bahnhof in Erpel am Rhein. Wir gehen die Straße neben den Gleisen ca. 200m nach Norden entlang. Dort überquert diese die Schienen. Wir folgen den Schildern auf die "Erpeler Ley". Nach einigen Metern überqueren wir eine zweite Brücke. Hinter dieser geht es nach rechts weiter.

Kurz nach einer Linkskurve geht rechts ein Fußweg auf die Erpeler Ley schräg den Hang hinauf. Diesem folgen wir. Er führt durch einen gut ausgelichteten Laubwald, und bereits nach kurzer Zeit erreichen wir die Erpeler Ley.

Wald auf der Erpeler Ley

Auf dem Weg von Erpel auf die Erpeler Ley.

Von diesem Aussichtspunkt hat man einen Blick auf den Rhein und das am gegenüberliegenden Ufer liegende Remagen. Etwas rechts gegenüber am Hang sieht man das Kloster Apollinarisberg, und direkt unter der Ley die Überreste der bekannten Rheinbrücke von Remagen.

Von der Erpeler Ley auf den Leyberg (ca. 2h15min)

Zwischen dem Gasthof und den Gehegen der Tiere geht es auf einem sorgfältig gekiesten Spazierweg weiter. Bei den folgenden Abzweigungen halten wir uns stets leicht links, aber so, daß wir auf der Höhe bleiben. Schließlich schwenken wir auf einen breiten, nach Norden führenden Kiesweg ein.

Nach einiger Zeit geht nach rechts eine asphaltierte Straße ab, die über offene Felder nach Bruchhausen führt. Diese gehen wir ca. 100m entlang, dann biegen wir abermals nach rechts auf eine Schotterstraße, die nun längere Zeit in Schlangenlinien bergab ins Kasbachtal führt.

Im Tal kommen wir bei einer Gruppe Häuser heraus, die zur Ortschaft Kasbach gehören. Wir gehen ca. 10m die Straße Richtung Kasbach (nicht Richtung Bruchhausen), dann nach links in die Straße "Am Kuckstein". Etwas versteckt zwischen den Einfamilienhäusern befindet eine Fußgängerbrücke über den Kasbach. Direkt dahinter geht es unter der Eisenbahn hindurch. Hier und in der nächsten Stunde folgen wir den Schildern Richtung Kalenborn.

Auf dem Weg durchs Kasbachtal

Auf dem Weg durchs Kasbachtal.

Nun geht es lange Zeit das Kasbachtal hinauf. Auf der linken Seite kann man nach einiger Zeit eine Brauerei sehen. Der Weg, die Bahn, eine nur selten benutzte Güterstrecke (ich habe dort noch nie etwas fahren sehen) und der Bach überqueren sich mehrmals gegenseitig. Wir folgen einfach immer dem Weg und biegen nie ab. Schließlich kommen wir zu einer Weggabelung. Der rechte Weg schwenkt deutlich nach rechts den Hang hinauf. Der linke Weg geht unter der Bahnstrecke hindurch. Diesem folgen wir. Hinter der Unterführung geht es über eine Brücke und dann den Hang hoch, ebenfalls weg vom Kasbach.

Nach kurzer Zeit mündet der Pfad auf einen größeren Weg, dem wir weiter das Kasbachtal aufwärts folgen. Wiederum kurze Zeit später treffen wir auf die Spitzkehre eines Forstweges. Wir halten uns rechts. Der Weg verläuft kurz etwas bergab, dann aber wieder mehr oder weniger auf konstanter Höhe, in gleichem Abstand vom Kasbach bleibend, der rechts die ganze Zeit zu sehen ist.

Schon bald kann man links oben die zum Weg parallel verlaufende Straße nach Kalenborn sehen. Schließlich mündet der Forstweg auf die Straße. Von der Mündung aus kann man zwei Wege auf der gegenüberliegenden Straßenseite sehen. Unmittelbar links führt ein Weg schräg den Hang hoch nach Bruchhausen. Wir gehen aber den Weg, der 100m weiter rechts steil nach oben geht. Dieser führt nämlich ein Seitental des Kasbachtals weiter aufwärts.

Das Feuchtbiotop kurz vor dem Leyberg.

Das Feuchtbiotop kurz vor dem Leyberg.

Bei den folgenden Abzweigungen bleiben wir immer auf dem breiten Weg, der das Tal hinauf führt. Schließlich mündet dieser in der Nähe eines Feuchtbiotops quer in einen breiten Waldlehrpfad. Wir biegen links ab. Nach ca. 100m erreichen wir das "Auge Gottes", ein kleines Häuschen mit einer religiösen Figur und ewigen Lichtern. Es zweigen von dort viele Wege ab. Wir gehen den mit "R" bezeichneten Weg nach schräg rechts hinten Richtung Leyberg. Dieser Weg scheint zunächst zurück zu führen, ändert dann aber schnell seine Richtung.

Schließlich kommen wir auf eine weite Kreuzung, auf der wir abermals nach scharf rechts hinten auf den Leyberg abbiegen. Von diesem Weg zweigt nach nicht langer Zeit ein kurzer Stichweg zum Gipfel des Leybergs ab, der mit "Aufgang Leyberg" gekennzeichnet ist.

Der Gipfel des Leybergs ist ein scharf von der Umgebung abgegrenzter Kegel aus groben Basaltblöcken, eine typische Erscheinung des Siebengebirges. Man hat von dort aus einen guten Ausblick nach Norden auf die Löwenburg und auf die westlicheren Gipfel des Siebengebirges. Etwas weiter rechts sieht man den markanten Himmerich.

Aufstieg auf den Leyberg.

Der Aufstieg auf den Leyberg geht durch grobe Basaltblöcke. Rechts unten im Bild kann man die ersten Stufen erkennen. Nach zwei Metern macht der Weg einen Linksknick und ist hier nicht mehr zu erkennen.

Vom Leyberg auf die Löwenburg (ca. 2h)

Nachdem wir den Stichweg auf den Gipfel wieder heruntergestiegen sind und unseren Weg weitergegangen sind, stoßen wir bald auf eine Kreuzung, bei der wir scharf rechts dem mit einem Kreuz gekennzeichneten Weg folgen. Dieser Markierung folgen wir eine ganze Weile und lassen uns auch nicht von den mehrmals kreuzenden Reitwegen irritieren. An einer Stelle müssen wir dazu, nachdem der Weg ein Stück nach links bergab geführt hat, abermals scharf rechts abbiegen.

Schließlich stoßen wir quer auf den "Stellweg", einen Waldweg, der an dieser Stelle deutlich sichtbar mehrere Kilometer völlig geradeaus durch den Wald führt. Wir gehen ihn nach links. Er ist mit "K" gekennzeichnet, allerdings fehlt an der Stelle, auf der wir zu ihm stoßen, eine Kennzeichnung.

Es geht nun lange auf dem Stellweg entlang. Wir kreuzen eine Straße und erreichen schließlich eine große Kreuzung mit Wanderkarte, von der 7 Wege abgehen. Wir gehen leicht schräg links auf den Weg, der mehr oder weniger auf der Höhe bleibt und nur leicht bergauf geht, in Richtung der Löwenburg.

Auch auf die Löwenburg führt ein -diesmal etwas längerer- Stichweg, der sich in einer Spirale um den steilen Gipfel windet. Leute, die schon müde sind oder die Löwenburg schon kennen, können ihn sich sparen und stattdessen Pause auf den Bänken unter der Löwenburg oder im Café machen.

(Ab hier empfehle ich, keine Pausen mehr zu machen, da das Aufstehen ab nun immer schwerer fällt.)

Von der Löwenburg zum Kloster Heisterbach (ca. 1h20min)

Blick auf die Löwenburg

Kurz vor dem Aufstieg zur Löwenburg ein Blick auf die Löwenburg und das Café Löwenburg.

Nachdem wir den Stichweg wieder hinuntergestiegen sind, gehen wir nach links weiter, mehr oder weniger auf derselben Höhe bleibend, auf dem Weg, der mit "Lohrbergweg" bezeichnet ist. Dieser gabelt sich nach ca. 50m. Wir gehen rechts Richtung "Margarethenhöhe", einem kleinen Paß mit einigen Häusern und großen Parkplätzen. An dieser Stelle kann man auch ein Stück querfeldein gehen, wenn es sich anbietet.

Nachdem wir bei der Margarethenhöhe die Straße gekreuzt haben, sehen wir vor uns den Aufgang zum Ölberg. Wir gehen allerdings schräg links an ihm vorbei. In der nächsten Zeit folgen wir den Schildern Richtung Heisterbach oder Kloster Heisterbach (aber nicht Heisterbacherrott). Mehrmals gehen Wege links oder rechts ab.

Schließlich erreichen wir eine asphaltierte Straße. Auch dieser folgen wir ein Stück. Nach 500m macht sie eine Rechtskehre, und wir verlassen sie und gehen weiter geradeaus. Schließlich erreichen wir eine Kreuzung, in die 5 Wege münden. Dort gehen wir schräg links Richtung Kloster Heisterbach. (Achtung: Der Stein mit den Wegweisern ist zerbrochen und es sieht auf den ersten Blick so aus, als ginge Kloster Heisterbach nach rechts.)

Schon nach kurzer Zeit können wir die Mauern des Klosters sehen, denen wir bis zur Straße folgen.

Vom Kloster Heisterbach nach Bonn-Beuel (gut 2h)

Eingang ins Kloster Heisterbach

Blick durch das alte Eingangstor des Klosters Heisterbach.

Wir überqueren die Straße. 50m hinter der Straße biegt der Weg wieder nach links nach Norden. Es geht nun ein Stück über Felder, abermals über eine Straße, und dann wieder in den Wald. Nun folgen wir immer den Schildern Richtung Vinxel bzw. Vinxeler Parkplatz. Hinter dem Parkplatz geht der Weg ca. 20m nach links versetzt auf der anderen Seite der Straße weiter. Es geht nun immer in dieselbe Richtung weiter. Nach 1km überquert der Weg offenes Gelände.

Bald nachdem er wieder in den Wald eingetreten ist, macht der Weg einen leichten Links-Knick, während von rechts ein Weg einmündet. Kurz darauf kommt eine Kreuzung. Wir gehen rechts Richtung "Blauer See" und nicht geradeaus nach unten. Nach einem kurzen Anstieg kommen kurz hintereinander auf der linken Seite zwei Aussichtspunkte, von denen man gut den Langen Eugen und den Post-Tower sehen kann. Aber Achtung: An ihnen geht es 50m völlig senkrecht nach unten.

Wir folgen weiter unserem Weg. Dieser macht am Ende eine Rechtskurve und mündet auf einen Parkplatz. Auf der anderen Seite der Straße führt ein Weg nach schräg rechts und einer nach schräg links. Wir nehmen den linken, der längere Zeit leicht bergab führt. Das Brausen der nahen Autobahn wird immer stärker. Schließlich läuft der Weg direkt neben der Autobahn entlang, der wir, Abzweigungen ignorierend, folgen.

An einer Stelle, wo der Weg aus Betonplatten gelegt ist, führt eine Fußgängerbrücke über die Autobahn. Kurz danach mündet der Weg auf eine Straße. Will man zum Beueler Bahnhof, so folgt man am besten dieser Straße unter der Autobahn hindurch. Leider gibt es keinen bequemen Weg zum Bahnhof, sondern man muß sich durch ganz Bonn-Beuel Süd schlagen. Will man dagegen weiter in den Norden von Beuel, so kann man noch ein Stück weiter der Autobahn folgen.

Links

Wanderrouten im Siebengebirge

by Michael Becker, 4/2002. Letzte Änderung: 5/2005.