Wanderung im Ahrtal rund um Mayschoß

Gesamtlänge: ca. 17km
Gehzeit: ca. 4-4,5 Stunden (ohne Pausen und bei gutem Tempo)
Schwierigkeit: An einer Stelle eine kleine Kletterei, ansonsten mittel. Schwindelfreiheit erforderlich.

Kurzbeschreibung: Der Weg verläuft zunächst durch Wälder zum Ahrtal. Dann entlang des vielbegangenen Rotweinwanderweges durch Weinberge mit großartigen Ausblicken aufs Tal. Auf der anderen Seite an felsigen Hängen vorbei. Durch das Weinstädchen Altenahr geht es dann über eine Burg, abermals über Weinberge und dann durch Wälder zurück zum Parkplatz.

Anfahrt: Mit dem Auto am Autobahnkreuz Meckenheim (A61/A565) Richtung Altenahr auf die B257 abfahren. Nach einigen Kilometern geht es rechts nach Kalenborn (1km). Dort hinein biegen wir ab. Nach ca. 200m befindet sich auf der rechten Seite ein Parkplatz. Dort parken wir. Bei einer Anfahrt mit dem Zug gibt es die Möglichkeit, eine geringfügig kürzere Wanderung ab Altenahr zu machen. (S. Anmerkungen unten.)

Von Kalenborn ins Ahrtal (ca. 40min)

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz auf der Straße nach Kalenborn. Zunächst gehen wir die Straße zurück zur B257, welche wir überqueren. Auf der anderen Seite biegen wir nach 10m rechts auf einen geschotterten Feldweg. Diesem folgen wir einige Zeit über Felder, Weiden und kleinere Wälder. An einer Abzweigung mit Wanderkarte halten wir uns geradeaus. Es geht leicht bergab.

Auf dem Weg ins Ahrtal

Auf dem Weg von Kalenborn zum Ahrtal.

Schließlich erreichen wir eine große H-förmige Kreuzung, an der es geradeaus nach Altenahr geht. Wir biegen scharf links zurück Richtung Mayschoß. Der Weg tritt nun in den Wald ein und macht zwei Rechtskehren. In einer kurz darauf folgenden Linkskehre zweigt ein weiterer Weg scharf links ab. Eigentlich ist es egal, welchem der beiden Wege wir folgen. Sie führen an verschiedenen Seiten des Tals weiter bergab. Wir biegen nicht ab, sondern nehmen den halblinks verlaufenden Weg. Dieser führt nun am rechten Talhang bergab und trifft schließlich auf eine Kehre des Rotweinwanderweges (im folgenden RWWW abgekürzt, Markierung ist eine rote Weintraube).

Dem RWWW folgen wir weiter nach unten. überqueren schließlich an einer großen Kreuzung das Tal und steigen auf der anderen Seite wieder ein wenig an. Kurz darauf verlassen wir den Wald und treten hinaus in die Weinberge des Ahrtals. Vor uns öffnet sich der Blick auf Mayschoß und die Ruine Saffenburg.

Auf dem Rotweinwanderweg nach Rech (ca. 40min)

Nun geht es immer ungefähr auf derselben Höhe auf dem RWWW entlang. Rechts unter uns liegt die ganze Zeit das Dorf Mayschoß. Nur an einer Stelle müssen wir 100m auf einer Asphaltstraße Richtung Mayschoß hinabsteigen, nur am dann wieder nach links abzubiegen und wieder hochzusteigen.

Auf dem Rotweinwanderweg

Auf dem Rotwein.

Nach dieser Stelle wird der RWWW etwas felsiger. Rechts unter uns befindet sich nun die Ahr, gegenüber die Ruine Saffenburg. Wir kommen an der "Korbach-Hütte" vorbei. Über Steintreppen folgen wir der Linkskurve des Ahrtals, dann sehen wir schon Rech vor uns.

Nachdem wir auch die nächste Linkskurve des Ahrtals mitgemacht haben und Rech scheinbar schon hinter uns gelassen haben, überqueren wir eine asphaltierte Straße. Wir verlassen hier den RWWW und folgen der Straße scharf nach rechts unten Richtung Rech. Sie mündet unmittelbar vor der alten Brücke über die Ahr auf die B267.

Die alte Ahrbrücke in Rech

Die alte Ahrbrücke mit der St.Nepomuk-Statue in Rech.

Von Rech auf die Ruine Saffenburg (ca. 20min)

Wir überqueren die alten Ahrbrücke, in deren Mitte eine Statue von St. Nepomuk vor Flutkatastrophen schützen soll. Unmittelbar hinter der Brücke gehen wir etwas rechts versetzt über die Felder direkt auf den Waldhang zu. Vor uns können wir schon den Weg, auf den wir gelangen müssen, schräg nach rechts in den Wald hoch gehen sehen. Um diesen zu erreichen, müssen wir allerdings um den Friedhof herumgehen. (Vor dem Friedhof rechts, hinter dem Friedhof die Linkskehre, dann abermals scharf rechts.)

Nach einigen Metern auf dem Waldweg hört der Asphalt auf. Der Weg verläuft nun immer leicht bergauf durch den Wald auf die Ruine Saffenburg zu. Schließlich erreichen wir eine große Wegekreuzung mit einem Schild "Förster-Zeyen-Weg" und zwei Bänken. Nach rechts verläuft ein Stichweg auf die Ruine, die wir nach einigen Minuten erreichen.

Von der Ruine Saffenburg auf die Teufelsley (ca. 35min)

Nachdem wir vom Stichweg wieder zurück zur Kreuzung gekommen sind, folgen wir dem Weg, der nach rechts weggeht und auf ungefähr derselben Höhe bleibt. (Nicht nach rechts unten absteigen.) Vor uns sehen wir zwei Gipfel mit Gipfelkreuz: Rechts die kleinere und felsigere Teufelsley, links den größeren Schrock mit einer Hütte drauf.

Unser Weg verläuft zunächst an einem Weinberg entlang, dann in den Wald. Wir überqueren einen steil nach oben bzw. unten verlaufenden Weg. In der folgenden Zeit bleiben wir immer auf dem Hauptweg. Im Zweifelsfall nehmen wir den leicht berghoch führenden Weg. Auch durch das Schild "Gefährliche Wegstrecke. Begehen auf eigene Gefahr" lassen wir uns nicht abschrecken.

Der Weg wird nun zunehmend felsiger und führt an einem felsigen Hang entlang. Schließlich kommen wir auf eine Scharte, auf der sich mehrere kleinere Wege treffen. Wir gehen nach rechts auf den Stickweg auf die Teufelsley. Nach einer kurzen Kletterei befinden wir uns auf dem felsigen Gipfel mit einer grandiosen Aussicht - dem idealen Ort für eine Pause.

Von der Teufelsley zur Burg Are (ca. 50min)

Nachdem wir den Stichweg zurück zur Scharte gegangen sind, wählen wir denjenigen der beiden rechten Wege, der ungefähr auf derselben Höhe bleibt (nicht nach rechts runter, nicht geradeaus hoch).

Blick auf Burg Are

Blick vom Ufer der Ahr auf die Burg Are über Altenahr.

Dieser mündet nach einiger Zeit in die Kehre eines größeren Weges. Links geht es hoch zum Schrock/Steinerberg. Wir gehen aber rechts nach unten. Der Weg verläuft nun längere Zeit leicht bergab. Rechts unter uns können schließlich schon die Ahr fließen sehen und hören. In einer Linkskehre mit Bank schließlich gehen wir auf einem kleinen Pfad geradeaus nach unten (Markierung "6" und ">") Richtung Altenahr Jugendherberge.

(Hier kann man einen Stichweg zum Teufelsloch zu machen, einem Felsdurchbruch über Altenahr. Ich weiß allerdings nicht, wie viel Zeit man für diesen Stichweg einplanen muß.)

Über eine recht unbequeme Treppe aus Holzbalken geht es nun vollends hinunter ins Ahrtal. Wir gehen unmittelbar bei der Jungendherberge vorbei, und dann über einen Betonweg die Ahr entlang. Schließlich überqueren wir die Ahr auf einer Brücke. Danach geht es links an einer eindrucksvollen Felsformation vorbei, und dann auf der B267 ins Städtchen Altenahr.

Unmittelbar hinter dem Ortseingang führt eine kleine Gasse, die "Mühlengasse" schräg rechts weg. Diese gehen wir. Nach 20m mündet diese wieder auf eine Straße. Wir gehen rechts, und nach einigen Metern abermals rechts auf den schmalen Aufgang zur Burg Are (Schild "Aufgang Burg Are"). Ab hier folgen wir wieder einige Zeit dem RWWW.

Der Aufgang ist eine schmaler und recht steiler Fußweg. Wir lassen uns auch nicht durch das Schild "Privatweg. Betreten auf eigene Gefahr" irritieren. Bald geht es durch ein altes Steintor. Der RWWW geht nach links weiter, nach rechts geht ein kurzer Stichweg auf die Burg. Diesen nehmen wir.

Von der Burg Are nach Kalenborn (ca. 50min)

Nachdem wir den Stichweg zur Burg zurückgegangen sind, folgen wir wieder dem RWWW. Der schmale Fußweg mündet bald in die Kehre eines größeren Weges. Wir gehen links weiter bergauf. Nach einigen Metern zweigt der RWWW etwas versteckt nach rechts ab und führt über einige Steinstufen nach oben.

Abermals treffen wir auf einen größeren Weg, und zwar an einer Stelle mit einer formidablen Aussicht, dem sog. "Altenahrer Eck". Wir folgen dem RWWW und der Markierung "10" nach rechts. Es geht leicht bergauf.

Schließlich kommen wir an eine Abzweigung, an der der RWW nach rechts geht. Wir gehen nach links Richtung Kalenborn (Markierung "10"). (Die anderen Teilnehmer der Wanderung kann man damit erschrecken, daß man behauptet, nach Kalenborn wären es noch 10km.) Kurz danach passieren wir einen Platz mit Grillhütte.

Wir folgen nun immer dem Weg, der im Großen und Ganzen leicht bergauf verläuft. Schließlich erreichen wir die H-förmige Abzweigung, auf der wir beim Hinweg nach Mayschoß abgebogen sind. Wir gehen geradeaus weiter und folgen nun denselben Weg zum Parkplatz zurück, den wir gekommen sind.

Anhang 1: Anfahrt mit der Bahn

Wenn man mit der Bahn anfahren will, kann man eine geringfügig kürzere Wanderung machen. Man startet dann in Altenahr, und folgt dem RWWW an der Burg Are vorbei Richtung Mayschoß. An der Abzweigung, wo wir oben die Markierung "10" Richtung Kalenborn gegangen sind, folgt man dann weiter dem RWWW Richtung Mayschoß. Der Rest der Wanderung verläuft, wie oben beschrieben.

Anhang 2: Bemerkungen für Hundebesitzer

Obwohl die Wanderung fast die gesamte Zeit durch Wälder und Täler geht, gibt es im Sommer normalerweise nur an der Ahr selber Wasser.

Die Kletterei auf die Teufelsley ist für weniger kletterbegabte Hunde nicht zu bewältigen. Als Pausenpunkt würde ich in diesem Fall die Bänke bei der Ruine Saffenburg vorschlagen.

Links

by Michael Becker, 3/2005. Letzte Änderung: 8/2007.