Haemaphysalis

Kurzbeschreibung der Gattung

Bei dieser Gattung sind die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen nicht so ausgeprägt wie bei Ixodes. Dafür gibt es häufig ausgeprägte individuelle Unterschiede.

Die Analfurche umgibt den Anus von hinten. An den Analklappen sitzen halbkreisförmig je 5 Haare (bei manchen Arten auch mehr). Das Scutum ist einfarbig. Augen sind nicht vorhanden. Am hinteren Ende des Körpers befinden sich 11 gut sichtbare Festons. Bauchplatten sind auch bei den Männchen nicht vorhanden, bei manchen Arten aber immerhin unregelmäßig geformte Chitinplättchen.

Das Gnathosoma ist kurz, ihre Basis bei den Adulten mehr oder weniger viereckig. Die Pedipalpen sind im allgemeinen breit und ragen weit über die Seitenränder der Basis Capituli hinaus. Oft tragen sie Zähne oder Auswüchse verschiedener Form.

Auf der Oberseite des Trochaters des 1. Beinpaares sitzt ein mächtiger, nach hinten gerichteter Zahn. Die Coxa des 1. Beinpaares tragen Innendornen.

Synonyme sind Rhipistoma Koch, Donixodes Dugés, und Opistodon Canestrini. Die Gattung Haemaphysalis ist weltweit verbreitet. Die meisten Arten kommen in Südostasien vor. In Europa ist sie mit 4 Arten vertreten.

Man unterteilt die Gattung in zwei Untergattungen: Haemaphysalis s.str und Alloceraea. Letztere bildet einen Übergang zwischen den Gattungen Haemaphysalis und Aponomma. Ihre Merkmale: Die Pedipalpen sind länglich, die Außenseite des 2. Gliedes springt nicht hervor. An ihren Innenseiten befinden sich keine federartigen Haare. Anal- und Genitalfurchen vereinigen sich in Höhe des Anus. Die Stigmenplatte ist kommaförmig verlängert. In Europa gehört nur die Art H.inermis zu dieser Untergattung.

Über die Biologie von Hyalomma-Arten ist nicht so viel bekannt. Es sind dreiwirtige Zecken. Sie saugen an großen wie kleinen Säugetieren sowie Vögeln und Reptilien, an letzteren insbesondere die Larven. Besondere Wirtsspezifitäten sind bei den Arten der Gattung nicht zu beobachten.

Bestimmungsschlüssel

Weibchen

  1. Pedipalpen schmal und ohne Erhebung auf der Außenseite.... H. inermis
  2. Pedipalpen breit und mit einem kräftigen Vorsprung auf der Außenseite
    1. Scutum rundlich, so lang wie breit.... H. concinna
    2. Scutum länglich
      1. Die Basis Capituli mit Hörnern.... H. otophila
      2. Die Basis Capituli ohne Hörner.... H. punctata

Männchen

  1. Stigmenplatten kommaförmig verlängert.... H. inermis
  2. Stigmenplatten nicht kommaförmig verlängert
    1. Innendorn an den Coxa des 4. Beinpaares groß, mindestens so groß wie die Coxa selber.... H. punctata
    2. Innendorn an den Coxa des 4. Beinpaares klein
      1. Die Pedipalpen sind am Ende nach innen gebogen und enden spitz. Bei geschlossener Pedipalpenstellung kreuzen sich diese Spitzen.... H. concinna
      2. Die Pedipalpenenden sind abgerundet.... H. otophila

Nymphen

  1. 2. Pedipalpenglied breiter als die Basis Capituli.... H. concinna
  2. 2. Pedipalpenglied nicht breiter als die Basis Capituli
    1. Basis Capituli in der Aufsicht sechseckig.... H. punctata
    2. Basis Capituli in der Aufsicht viereckig
      1. Basis Capituli mit Hörnern.... H. inermis
      2. Basis Capituli ohne Hörner.... H. otophila

Larven

  1. 2. Pedipalpenglied breiter als die Basis Capituli.... H. concinna
  2. 2. Pedipalpenglied nicht breiter als die Basis Capituli
    1. Basis Capituli halbkreisförmig.... H. inermis
    2. Basis Capituli in der Aufsicht oblong
      1. Basis Capituli an den Seiten zugespitzt.... H. punctata
      2. Basis Capituli an den Seiten gewölbt.... H. otophila

Einzelbeschreibung der Arten

Haemaphysalis concinna Koch

Weibchen

Gnathosoma und Hypostom von H.concinna, Weibchen

Scutum von H.concinna, Weibchen

Das Scutum ist rundlich und am hinteren Ende etwas zugespitzt. Es ist ca. 1,2mm lang. Die Scapulae sind klein und stumpf. Die Zervikalfurchen sind vorne tief, werden aber nach hinten immer flacher. Sie verlaufen fast parallel.

Die Basis Capituli trägt gut entwickelte Hörner. Ihre Seiten sind faltig. Die Areae porosae sind rundlich. Die 2. und 3. Glieder der Pedipalpen sind gleichlang. Die Nahtlinie zwischen ihnen ist deutlich zu sehen. Die seitliche untere Ecke des 2. Glieds bildet einen nach vorne gerichteten Zahn. Das Hypostom ist kurz und massiv, im vordersten Drittel am breitesten, mit einer flachen, etwas eingekerbten Spitze. Auf ihm stehen auf jeder Seite 5 (seltener 4 oder 6) Längsreihen von ungefähr gleichgroßen Zähnen.

Die Stigmenplatte ist unregelmäßig rundlich und nach hinten etwas verlängert. Die Macula liegt zentral.

Die Coxa des ersten Beinpaares tragen einen langen und spitzen Innendorn. Die Tarsi des 1. Beinpaares sind relativ kurz und in der Mitte am breitesten, mit einer spitzen Kralle am Ende.

Männchen

Gnathosoma von H.concinna, Männchen, von oben (links) und unten (rechts)

Das Scutum ist breitoval und dicht punktiert. Die Zervikalfurchen sind nur schwach. Die Stigmenplatte ist rundlich bis viereckig, unregelmäßig.

Die Basis Capituli trägt gut entwickelte spitze Hörner. Die Pedipalpen sind kurz und kompakt. Am unteren Ende des 2. Glieds befindet sich ein stark hervortretender Winkel. Das Vorderende des 3. Glieds krümmt sich nach innen und endet spitz. Diese beiden Spitzen überkreuzen sich, wenn die Pedipalpen geschlossen sind. Auf der Mitte der Oberseite des 3. Glieds befindet sich ein 4..Das Hypostom ähnelt dem des Weibchens, aber die Spitze ist stärker abgeflacht.

An den Coxa des 2.-4. Beinpaares befindet sich ein kleiner, an denen des 1. Beinpaares ein kräftiger Dorn.

Nymphe

Gnathosoma von H.concinna, Nymphe

Scutum von H.concinna, Nymphe

Gleicht dem Weibchen. Das Scutum ist regelmäßig rund. Die Zervikalfurchen sind flach.

Die Basis Capituli trägt gut entwickelte stumpfe Hörner. An Stelle der Areae porosae befinden sich auf der Oberfläche einige Sensillen. Das 2. Pedipalpenglied ist erheblich größer als das 3.. Die Pedipalpen sind dreieckig. Das hintere seitliche Ende des 2. Glieds, und das vordere des 3. enden spitz.

Larve

Die Larve ist oval, 0,8mm lang und 0,55mm breit. Das Scutum ist queroval, breiter als lang.

Auf der Basis Capituli fehlen Hörner. Die Pedipalpen sind so wie bei der Nymphe, sind aber kleiner. Die Nahtlinien zwischen 2. und 3. Glied ist nicht zu sehen.

Die Coxa tragen keine Dornen.

H. concinna scheint zwei disjunkte Verbreitungsgebiete zu haben: Einerseits Mitteleuropa (Frankreich, Deutschland, Österreich bis in den Süden Polens), andererseits Ost- und Südostasien.

Die Art kommt in feuchten buschigen jungen Wäldern und Moorwiesen vor. Allzu dichte Wälder meidet sie.

Als Wirte dienen den Adulten große Säuger. Die Larven und Nymphen sind sehr wirtsunspezifisch und schmarotzen an großen wie kleinen Säugern und an Vögeln. Die Adulten und Nymphen greifen auch den Menschen an.

Die Tiere schmarotzen von März bis September, hauptsächlich aber im Juli.


Haemaphysalis inermis Birula

Synonyme: Haemaphysalis ambigua Neumann, Alloceaea inermis P.Schulze.

Weibchen

Gnathosoma von H.inermis, Weibchen

Scutum von H.inermis, Weibchen

Scutum 1mm lang und 1,2mm breit, quer länglichoval. Die Scapulae sind klein und stumpf. Die Zervikalfurchen sind schwach. Das Scutum ist braun, glänzend, und gleichmäßig punktiert.

Die Stigmenplatte ist birnenförmig (mit einem stumpfen Auswuchs).

Die Basis Capituli ist viel breiter als lang. An den Seiten sitzen hinten kräftige stumpfe Vorsprünge. Die Areae porosae sind halbkreisförmig. Die Pedipalpen sind schmaler als bei den anderen Arten. Die Nahtlinie zwischen 2. und 3. Glied ist kaum sichtbar. Ihre Spitzen sind breit abgerundet.

An allen Beincoxa sitzt ein kleiner stumpfer Dorn. Die Tarsi verschmälern sich nach außen allmählich. Auf ihrer Unterseite sitzt keine Kralle.

Männchen

Gnathosoma von H.inermis, Männchen

Stigmenplatte von H.inermis, Männchen

Das Scutum ist gleichmäßig gewölbt und glänzend, mit einer gleichmäßigen, dichten Punktierung. Es verschmälert sich nach vorne hin. Zervikal- und Lateralfurchen fehlen. Am hinteren Ende befinden sich 11 Festons, die auf der Bauchseite deutlicher zu sehen sind. Die Bauchseite ist heller und mit runden Chitingebilden gesprenkelt, welche an einigen Stellen schildartig verschmolzen sind.

Die Basis Capituli trägt keine Hörner. An ihren Außenseiten befinden sich in der Mitte dreieckige Einkerbungen. Dort, wo sich beim Weibchen die Areae porosae befinden, sitzen mehrere große Sensillen. Die Pedipalpen sind kurz und glatt. Eine Nahtlinie zwischen 2. und 3. Glied ist nicht vorhanden. Das Hypostom ist zungenförmig und wird zur Basis hin erheblich schmäler. Es trägt (auf jeder Seite) 3 Längsreihen von Zähnen.

Die Stigmenplatte ist länglich kommaförmig. Die Stigmenöffnung liegt im breiten Ende der Platte.

Nymphe

Die Nymphe ähnelt dem Weibchen. Das Scutum ist queroval.

Das Hypostom ist länglich. Der zahnlose Abschnitt an seiner Basis verjüngt sich stark.

Die Art ist in ganz Europa, auf dem Balkan, im Südwesten der ehemaligen SSR und im Iran verbreitet. Weitere Unterarten kommen auch in Indien und Japan vor. H.inermis lebt in den Laubwäldern der Tiefebenen. Sie meidet Gebiete mit tockenem Klima.

Die Adulten schmarotzen an großen Säugetieren (ab Füchsen), einschließlich dem Menschen, unter Laborbedingungen auch an Kaninchen und Meerschweinchen. Die Nymphen und Larven sind seltener zu finden, was vermutlich daher rührt, daß sie nur kurze Zeit saugen (Larven 2-18h, Nymphen 4-20h). Man findet sie nur an kleinen Nagetieren. Die Adulten sind in der kalten Jahreszeit (Herbst bis Frühjahr) aktiv, die Larven und Nymphen im Sommer.

Das vollgesogene Weibchen beginnt nach 5-6Wochen mit der Eiablage. Es legt wenige, meist 200-250, außerordentlich große Eier. (Im Gegensatz dazu legen die anderen Haemaphysalis-Arten 1500-2000 Eier.) Die Larven schlüpfen nach 7-8 Wochen aus. Vollgesogene Larven häuten sich innerhalb von 16-20Tagen. Die vollgesogenen Nymphen benötigen dagegen 6-10 Monate, um sich zum Adulten Tier umzubilden.


Haemaphysalis otophila P.Schulze

Weibchen

Gnathosoma von H.otophila, Weibchen

Scutum von H.otophila, Weibchen

Das Scutum ist länglich gestreckt, 1,2mm lang und 0,9mm breit. Die Scapulae sind gut entwickelt und stumpf. Die Zervikalfurchen sind vorne tief, werden nach hinten flacher. Es sind 9 Festons vorhanden.

Die Stigmenplatte ist unregelmäßig rund und hat einen stumpfen Fortsatz am seitlichen Ende. Die Macula ist groß und in Richtung Bauch verschoben.

Die Basis Capituli trägt stumpfe Hörner. Ihre Seiten sind parallel. Die Areae porosae sind klein und oval. Das 2. Pedipalpenglied ist erheblich länger als das 3.. Die hintere Seitenecke des 2. Gliedes ragt stumpf hervor. Die Spitze des Hypostoms ist verhältnismäßig groß und mit winzigen Zähnchen besetzt.

An sämtlichen Beincoxa sitzt ein kleiner Innendorn. Der Tarsus des 4. Beinpaares ist kurz, verjüngt sich nach außen und trägt winzige Zähnchen an der Unterseite seiner Spitze.

Männchen

Gnathosoma von H.otophila, Männchen

Das Scutum ist länglichoval, wird nach vorne hin etwas schmaler. Seine Oberfläche ist glänzend und gleichmäßig punktiert. Die Zervikalfurchen sind prägnant. Es sind 9 Festons vorhanden. Die Bauchseite des Körpers ist heller als die Rückenseite.

Die Stigmenplatte hat einen breiten Fortsatz.

Die Basis Capituli ist viereckig, mit langen, spitzen, nach hinten gerichteten Hörnern. Ihre Seiten sind parallel. Die Pedipalpen sind kurz und kompakt. Der Außenrand ist stark gewölbt, nicht zugespitzt. Ihre Spitzen sind abgerundet. Das Hypostom ist mit winzigen Zähnchen in je 5 Längsreihen besetzt.

Alle Beincoxa tragen einen kleinen spitzen Dorn.

Nymphen und Larven

gleichen stark den Weibchen

Diese Art ist im Mittelmeergebiet verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht dann über den Balkan bis nach Kleinasien und die Südukraine. Sie bevorzugt flache Weiden und niedrige Bergwaldzonen. Sie hat einen hohen Feuchtigkeitsbedarf (insbesondere die Larven).

Die Adulten schmarotzen an großen Säugern und greifen auch den Menschen an. Nymphen und Larven bevorzugen kleinere Säuger (Kaninchen sind ein beliebter Wirt), Vögel und Reptilien.

Die Adulten sind im Frühjahr und vor allem im Herbst aktiv. Die Larven und Nymphen bevorzugen die wärmeren Sommermonate. Der gesamte Entwicklungszyklus ist kurz und läuft in der Natur vermutlich innerhalb eines Jahres ab, im Labor sogar in nur 80 Tagen.


Haemaphysalis punctata Canestrini & Fanzago

Synonyme: Haemaphysalis sulcata Candestrini & Fanzago, Rhipicephalus expositicus Koch, Herpetobia sulcatus Canestrini.

Weibchen

Gnathosoma von H.punctata, Weibchen

Scutum von H.punctata, Weibchen

Körper 2,7-3,5mm lang, höchstens 2mm breit. Der Rücken ist rötlichbraun, die Bauchseite auffallend heller. Vom Rand des Scutums bis zum 4. Feston zieht sich eine tiefe und scharfe Marginalfurche. Hinter dem Scutum auf Höhe des 4. Beinpaares liegen dunklere Flächen (die Foveae dorsalis). Die Festons sind doppelt so lang wie breit. Das Scutum ist 1,3mm lang, mehr oder weniger achteckig, dunkelbraun mit dunkleren Flecken vor allem hinten und vorne. Die Scapulae sind kräftig und spitz. Das Scutum ist vorne am breitesten, sein Hinterende ist wellig.

Die Stigmenplatte ist rundlich und spitzt sich zum Rücken hin etwas zu. Die Stigmenöffnung liegt zentral.

Die Basis Capituli trägt keine (oder nur stumpfe, rudimentäre) Hörner. Die Areae porosae sind groß. Die Pedipalpen kurz und massiv. Ihr 1. Glied ist fast ganz in die Basis Capituli eingesenkt. Auf der Außenseite des 2. Gliedes springt ein Zahn hervor. Die Innenseite ist leicht gewölbt. Das 3. Glied verjüngt sich nach vorne hin und endet stumpf. Das Hypostom ist zungenförmig mit 5(-6) Längsreihen von scharfen Zähnen.

Die Beine sind dunkelbraun und kräftig. Alle Coxa tragen einen Innendorn. Die Tarsi sind kurz und tragen am Ende einen Stachel. Die Krallen sind um 1/3 länger als die Pulvilli.

Männchen

Gnathosoma von H.punctata, Männchen

Der Körper ist 2,6-3,2mm lang, 1,7mm breit, elliptisch, und wird nach hinten etwas breiter. Das Scutum ist dunkelrötlichbraun mit schwarzen Flecken. Seine Oberfläche ist glatt und glänzend. Die Zervikalfurchen sind tief und laufen nach hinten etwas auseinander. In Höhe des 3. Beinpaares liegen die etwas unregelmäßig geformten Foveae dorsalis.

Die Stigmenplatte ist kommaförmig.

Auf der Basis Capituli erscheinen die Hörner etwas markanter als beim Weibchen. Der Vorsprung an den Außenseiten der Pedipalpen ist nicht sehr markant, sondern erscheint als starke Wölbung. Cheliceren und Hypostom sehen ungefähr so aus wie beim Weibchen.

An den Coxa des 1.-3. Beinpaares sitzt je ein Innendorn. Der Innendorn des 4. Beinpaares ist stark sichelförmig nach hinten verlängert und mindestens so lang wie die Coxe selber.

Nymphe

Der Körper ist ca. 1,5mm lang, 1,2mm breit. Die Farbe variiert (gelb bis rötlichbraun). Das Scutum ist breiter als lang und trägt ein feines Netz aus Waben. Die Bauchfläche gleicht der des Weibchens, nur die Geschlechtsöffnung fehlt.

Die Seiten der Basis Capituli tragen dreieckige Fortsätze mit abgerundeten Fortsätzen. Die Pedipalpen sind länger als das Hypostom. An ihren Außenseiten befindet sich ein scharf hervorragender Winkel. Das Hypostom ist länglich, zungenförmig mit zwei Längsreihen von Zähnen.

Larve

Der Körper ist 0,6mm lang und 0,45mm breit, oval, mit einem etwas breiteren hinteren Ende. Das Scutum ist breiter als lang, rötlichbraun. Die Zervikalfurchen sind tief und gerade.

Die Basis Capituli ähnelt der der Nymphe, aber die seitlichen Fortsätze sind kleiner. Das 2. und 3. Pedipalpenglied sind ganz verschmolzen. An den Pedipalpen sitzt je ein federförmiges Haar. Das Hypostom trägt 2 Längsreihen von Zähnen.

Die Beine sind gelb und ohne Dornen.

Die Art kommt in ganz Europa vor, ebenso in Nordafrika, Kleinasien und Japan. Sie bevorzugt gemäßigtes atlantisches Klima, kann aber auch milderes, feuchterer kontinentales Klima vertragen. Sie ist vermutlich weit verbreitet, kommt aber nie in große Zahl vor.

Die Adulten bevorzugen als Wirte große Säugetiere (ab der Größe von Ziegen oder Schafen). Die Larven und Nymphen dagegen bevorzugen Vögel, ab und zu auch kleinere Säugetiere, und sind nur selten an größeren Säugetieren zu finden. Das Weibchen beginnt 20-25 Tage nach der Blutaufnahme, Eier zu legen. Nach 25-35 Tagen schlüpfen dann die Larven.

Die Art ist hauptsächlich im Frühling und im Herbst aktiv. In südlichen Gegenden aber das ganze Jahr.

by Michael Becker, 10/1998.