Hyalomma

Kurzbeschreibung der Gattung

Die Länge der Tiere variiert zwischen 2mm und 10mm. Vollgesogene Weibchen erreichen auch Längen bis zu 25mm. Die Augen befinden sich am Schildrand in kleinen Augenvertiefungen (Orbita). Der Körper ist normalerweise braun, nur bei einigen Arten kommen farbige, ring- oder streifenförmige Pigmentierungen vor. Auf der Bauchseite der Männchen befinden sich normalerweise drei Paare von Platten. Ihre Stigmenplatten sind kommaförmig. Die Stigmenplatten des Weibchens sind oval. Beide Geschlechter haben 11 Festons.

Die Pedipalpen sind normalerweise viel länger als breit.

Die Coxa des 1. Beinpaares sind gespalten

Man teilt die Gattung Hyalomma in zwei Untergattungen: Hyalomma s.str. und Hyalomminna. Bei den Tieren der Untergattung Hyalommina befindet sich eine markante Erhebung an der Seite des Basis Capituli, bei den Tieren der Untergattung Hyalomma s.str. nicht.

Die Gattung kommt in der ganzen Paläoarktis, sowie in Südasien und ganz Afrika vor. Die Hauptverbreitungsgebiete sind allerdings Mittelasien und das Mittelmeergebiet. Die meisten Arten sind in Wüsten und Wüstensteppen zu Hause. Sie haben unter allen Zecken den geringsten Feuchtigkeitsbedarf, sogar unter Bedingungen in Zimmern überleben sie lange.

In der Gattung gibt es ein-, zwei- sowie dreiwirtige Zecken. Ihr Entwicklungszyklus beträgt in freier Natur normalerweise ein Jahr. Die Adulten schmarotzen an großen Säugern, H.aegypticum an Schildkröten. Die Nymphen und Larven der dreiwirtigen Arten schmarotzen eher an kleineren Säugern.

Einzelbeschreibung der Arten

In Mitteleuropa scheint keine einzige Hyalomma-Art durchgehend heimisch zu sein. Manchmal werden Larven von Vögeln aus Afrika oder dem Mittelmeergebiet eingeschleppt. In nördlichen Mittelmeergebiet und in Teilen Südeuropas scheint folgende Art heimisch zu sein: (eine vernünftige Beschreibung war nicht aufzutreiben.)

Hylomma savignyi Gervais

Das Scutum ist größtenteils glatt oder auf ganzer Fläche mit Punkten besetzt, und viel länger als breit.

Die Pedipalpen des Weibchen sind wesentlich länger als die Basis Capituli. Ihr 2. Glied ist gedrungen. Ihr Außenrand ist gerade oder etwas gewölbt. Das Gnathosoma der Nymphe ist dreieckig.

Die Stigmenplatte des Männchens ist kommaförmig.

Die Coxa des ersten Beinpaares beider Geschlechter enden je in zwei Spitzen.

by Michael Becker, 10/1998.